Es war ein gebrauchter Abend für den Nürnberger Basketball. Erneut traten die Falken ohne Drew Stover und Jenö Pildner an. Insbesondere das Fehlen des Big Man machte sich während der gesamten Spielzeit bemerkbar. Nach einem ausgeglichenen Auftaktviertel (17:21) hatten die Mittelfranken im zweiten Viertel nur noch wenig Zugriff auf das Spiel. Kirchheim machte an beiden Enden des Feldes einen besseren Job, spielte zielstrebig und effizient. Nate Heise hielt offensiv mit allem, was er hatte, dagegen, konnte aber den 27:43-Rückstand zur Pause auch nicht verhindern.
Nach dem Seitenwechsel hatte Nürnberg dann Oberwasser. Vom Publikum getragen, schickte sich das jüngste Team der ProA an, den Rückstand zu verkürzen, und spielte dabei sehenswerten Teambasketball. Kirchheims Trainer Perovic reagierte auf einen Heise-Dreier (38:47) prompt mit einer Auszeit, die ihre Wirkung nicht verfehlen sollte. Die Knights um Ex-Falke Julius Wolf legten einen 14:0-Run hin und sorgten so Mitte des dritten Viertels wieder für klare Verhältnisse (38:61). Mit einem 48:70 ging es aus Falken-Sicht ins Schlussviertel.
Dort war die Partie früh entschieden, sodass es für Nürnberg schlussendlich nur noch um Schadensbegrenzung gehen konnte. Am Ende standen ein 65:92 auf der Anzeigetafel der Kia Metropol Arena und die zweite Saisonniederlage der Falken zu Buche, während Kirchheim den vierten Sieg im vierten Spiel holte. Der #NUEbasketball MVP Fan-Award ging an Topscorer Nate Heise (28 Punkte). Head Coach Tim Black fand nach dem Spiel folgende Worte zum Auftritt seiner Mannschaft: „Es war kein gutes Spiel von uns. Kirchheim hat uns dominiert und die Grenzen aufgezeigt. Wir werden daraus lernen, weiter an uns arbeiten und besser werden.“ In der kommenden Woche geht es zu den Veilchen nach Göttingen.
(Foto by Pressefoto Zink)