Es war das erste Heimspiel 2026 in der Kia Metropol Arena für die Nürnberg Falcons. Der Tabellenneunte der ProA begann mit Evan Taylor, Carter Whitt, Vincent Friederici, Tom Stoiber und Brandon Chatfield. Die Hausherren brauchten nicht lange, um ihren Rhythmus zu finden. Das galt jedoch auch für die Gäste, sodass sich ein unterhaltsames Auftaktviertel mit leichten Vorteilen für Nürnberg entwickelte (14:8). Das Team von Ralph Junge zeigte starken Teambasketball und erhöhte nach vier Spielminuten auf 19:10. Die folgende Auszeit der RheinStars zeigte Wirkung: Köln gestaltete die Partie fortan ausgeglichener (21:18). Nach zehn Spielminuten stand es 29:27.
Die Gäste eröffneten das zweite Viertel mit mehreren Fastbreaks, glichen aus und gingen 29:32 in Führung. Ralph Junge gefiel nicht, was er sah. Nürnbergs Trainer konnte jedoch wenig später wieder etwas entspannter dreinschauen, nachdem seine Mannschaft an beiden Enden des Feldes die richtige Antwort gab (38:35). Es entwickelte sich ein offenes Spiel, in dem Cezell Russell heiß lief. Er führte die RheinStars zu einer knappen 50:53-Pausenführung.
Die zweite Halbzeit begann aus Falkensicht dann denkbar schlecht. Köln gab das Tempo vor und erspielte sich rasch ein kleines Polster (51:61). Nürnberg stand unter Druck, hielt aber mit der eigenen Halle im Rücken dagegen und verkürzte auf 57:61. Beide Mannschaften gingen nun ein sehr hohes Tempo, ehe es beim Stand von 72:72 in den Schlussabschnitt ging. Dort legte Köln zunächst vor (72:76). Die Falken blieben dran und hielten die Partie bis in die Crunch-Time offen (80:80). Danach entwickelte sich ein echter Thriller. Der starke Björn Rohwer traf 49 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit einen Dreier zum 87:90. Evan Taylor antwortete prompt – 90:90. Nach einer Auszeit von Zoran Kukic, erzielten die Gäste das 90:93. Nun nahm Ralph Junge eine Auszeit. Vincent Friederici wurde gefoult und verwandelte beide Freiwürfe zum 92:93. In der Folge versuchte Nürnberg alles, um beim anschließenden Kölner Ballbesitz die Uhr zu stoppen und die Gäste an die Linie zu schicken. Diese behielten jedoch die Nerven und sicherten sich am Ende mit einem 92:95-Auswärtssieg die Punkte.
„Glückwunsch an Köln. Sie haben das heute gut gemacht, während uns zu viele Fehler unterliefen und wir erneut ein Heimspiel aus der Hand gegeben haben. Wir müssen da erwachsener auftreten und dürfen den Gegner nicht stark machen. Zuhause 95 Punkte zu kassieren, geht nicht“, so Head Coach Ralph Junge nach der Partie. Ihr nächstes Spiel bestreiten die Nürnberg Falcons in Münster. Am 18. Januar sind dann die Bayer Giants Leverkusen in der Kia Metropol Arena zu Gast. Der diesjährige Inklusionsspieltag steigt zwei Wochen später, am 31. Januar, mit zwei Spielen an einem Tag aus der ProA und der 2. Rollstuhlbasketball Bundesliga.
(Foto by Pressefoto Zink)